Auto-Ideologie statt Vernunft

Die „Düren Koalition“ ist sich wirklich für nichts zu schade, die bringen einen verkehrspolitischen Hammer nach dem nächsten raus! Die neueste Idee ist Rückbau und Veräußerung der mobilen Fahrradplattformen („Fahrradflundern“) im Stadtgebiet. Man sollte sich den Antrag wirklich mal durchlesen (Link).

Parkende Autos sind natürlich viel schöner für das Stadtbild, als eine Fahrradflunder 🙂

Zum Hintergrund: In Düren bieten drei mobile Fahrradplattformen zusätzliche sichere Fahrradabstellmöglichkeiten. Die sogenannten „Fahrradflundern“ sollen an stark nachgefragten Abstellorten für Entlastung sorgen bzw. will die Verwaltung so Standorte prüfen, für die es Wünsche aus der Bevölkerung gibt.

Die Fahrradflundern kommen aus den Niederlanden, dort heißen sie ‚Fietsvlonder‘. Sie werden in der Nähe von Rotterdam hergestellt und haben etwa 4.000 Euro pro Plattform gekostet. Sie sind zwei Meter breit und sechs Meter lang und damit in etwa so groß, wie ein herkömmlicher PKW-Stellplatz. Fünf Fahrradanlehnbügel je Plattform bieten Platz für jeweils insgesamt zehn Fahrräder. Also bietet der gleiche Platz, wo sonst ein Auto mit i.d.R. einer Person steht nun Abstellmöglichkeit für 10 Personen mit Rädern.

Die mobilen Fahrradplattformen werden dort aufgestellt, wo laut Rückmeldungen aus dem digitalen Meldeportal für Fahrradbügel der Stadt und Hinweisen von Dürenerinnen und Dürenern oder den politischen Gremien besonderer Bedarf besteht. Die Fahrradflundern unterstützen die Stadt dabei, neue geeignete Standorte für Fahrradbügel zu finden – oder die Meldungen auch als unbegründet zu verwerfen.
„Nach einem mehrwöchigen Testlauf können wir kontrollieren, ob eine dauerhafte Installation von Fahrradbügeln erfolgsversprechend und lohnenswert ist.“ 

Ältere Beiträge dazu: Drei mobile Fahrradplattformen – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Neue Standorte für die drei mobilen Fahrradplattformen – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Standorte für die drei mobilen Fahrradplattformen – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Alle Bilder auf den älteren verlinkten Seiten entstanden beim Umzug der Flundern – deshalb sind die Abstellflächen natürlich da leer :-).



Auch den sog. Postbogen, also die Situation in der Kölnstraße Höhe Postgebäude zwischen Fußgängerzone und Kreuzung will man wieder verändern. Dies wurde im Verkehrs – und Bauausschuss bekannt. Dort war nach jahrelangen chaotischen Verhältnissen mit einem ganzheitlichen Konzept des Tiefbauamtes zuletzt endlich etwas Ruhe, mehr Sicherheit für Fuß- und Radverkehr und somit auch Aufenthaltsqualität am Eiscafe entstanden. Unnötige Fahrten durch die Straße wurden vermindert, indem man die Ausfahrt vom Parkplatz Hoeschturm Richtung „Am Pletzerturm“ geschlossen hatte. Zur Historie: Geänderte Verkehrsführung am Postbogen – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Richtigstellungen zum Postbogen – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN