Unser Antrag zur Villa Buth wurde in der Stadtratssitzung am 23. April von einer Mehrheit aus CDU, UWG und AfD abgelehnt.
Worum es uns ging, ist eigentlich selbstverständlich:
Bevor ein so historisch bedeutender Ort abgerissen wird, müssen alle Möglichkeiten für seinen Erhalt ernsthaft geprüft werden.
Die Villa Buth ist ein originaler Erinnerungsort. Sie steht einerseits für die Geschichte der Papierindustrie in unserer Region und zugleich für das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, als dort Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit interniert und später deportiert wurden. Genau diese historische Spannung macht den Ort so bedeutsam.
Immer wieder wurde behauptet, ein Erhalt sei zu teuer oder nicht machbar. Genau deshalb braucht es eine fundierte Prüfung. In vielen Städten werden vergleichbare Orte durch Fördermittel, Stiftungen oder Investoren erhalten – ohne dass die Stadt oder der Eigentümer allein belastet wird. Ob das hier möglich ist, lässt sich nur klären, wenn man es ernsthaft untersucht.
Unser Antrag hätte nichts vorweggenommen. Er hätte lediglich dafür gesorgt, dass vor einer endgültigen Entscheidung alle realistischen Optionen auf dem Tisch liegen.
Unsere Haltung ist klar:
Wenn ein Ort historisch so bedeutsam ist, sollte man zumindest ernsthaft prüfen, ob er erhalten werden kann.
Villa Buth: Erhalt prüfen, bevor Fakten geschaffen werden