18.5.26: Der wiederhergestellte Bahnsteig 22 im Bahnhof Düren wird zwar schon seit Jahresbeginn genutzt, wurde aber heute von der Rurtalbahn offiziell in Betrieb genommen. Seit dem großen Umbau der Gleisanlagen 2001/2002 gibt es für die Züge der Rurtalbahn keine direkte Verbindung mehr von Jülich nach Heimbach und der Ein – und Ausstieg in Düren fand an einem eigentlich unzumutbaren Behelfsbahnsteig (23) statt.
Unter anderem Georg Schmitz und Hansbert Schruff von den Grünen in Düren haben über die ganzen Jahre immer wieder auf Mängel deutlich hingewiesen und Änderungen eingefordert.
Die Dürener Zeitung berichtet zur heutigen Eröffnung (Zitat): „Eine Maßnahme, die den Verantwortlichen der Rurtalbahn seit mehr als 20 Jahren ein zentrales Anliegen war, die aber erst nach dem Kauf der Bahnhofnordseite von der Deutschen Bahn im Jahr 2018 in die Wege geleitet werden konnte, wie Rurtalbahn-Geschäftsführer Herbert Häner am Montagmittag bei der feierlichen Einweihung des neuen Bahnsteigs betonte. Und selbst damit war es noch nicht getan: Erst mussten noch weitere strategische Planungen zur Streckenentwicklung abgeschlossen werden, wie Häner betonte, ehe im vergangenen Jahr endlich die Weichen für den langersehnten Neubau von Gleis und Bahnsteig gestellt werden konnten.“
Der Neubau von Gleis und Bahnsteig mit Beleuchtungsanlagen und Wartehäuschen hat rund 1 Mio Euro gekostet und ist eine wichtige Maßnahme für einen attraktiveren Bahnverkehr auf dem Nordast der Rurtalbahn.
Die ganze „Geschichte“ des Nordbahnhofs würde hier den Rahmen sprengen – wir Grüne freuen uns heute einfach, dass es endlich deutlich besser geworden ist.
Es ist sicher noch nicht die Lösung für Jahrzehnte, aber eine gute Basis für weitere Maßnahmen. Ein 38 cm Bahnsteig bei 60 cm Einstiegshöhe des Fahrzeuges ist in etwa der übliche Rurtalbahn – Standard.
Ein späteres Erhöhen des renovierten Bahnsteiges ist technisch denkbar. Durch die großzügigen Flächen des Bahnsteiges kann nun die Rampe des Fahrzeuges problemlos ausgelegt werden, um auch Fahrgäste im Rolli zu unterstützen. Welche Fahrzeuge tatsächlich in 10 – 15 Jahren auf der Rurtalbahn fahren werden, ist noch unklar. Klar ist nur, dass die aktuelle Ausschreibung 10 Jahre mit maximal dreimal einem Jahr Verlängerungsoption vorsieht, da die Strecken ja elektrifiziert werden sollen. Bis dahin ist (leider) mit einem weiteren Einsatz der derzeitigen Fahrzeuge zu rechnen.
In seiner Rede verriet Landrat Dr. Nolten einen Wunsch aus der Fachwelt, den wir Grüne kannten und sehr unterstützen, den wir aber bisher noch nicht veröffentlichen sollten.
Es wäre für die Betriebsqualität im ganzen Bahnhof Düren sowie für die Fahrgäste der Rurtalbahn ein „großer Wurf“, wenn die Süd – und die Nordseite wieder wie bis 2002 verbunden wären.
Da dies aus technischen Gründen nicht höhengleich mit Querung der Hauptstrecke funktionieren würde, müsste es mittels eines Durchstichs unter der Hauptbahn her realisiert werden. Es wurde bereits eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen, die zu dem Ergebnis kam, dass es technisch möglich ist.
Die recht hohen Kosten lassen sich mit einer deutlichen Steigerung der Leistungsfähigkeit im Bahnhof Düren begründen und das Projekt würde ein drittes Gleis zwischen Düren und Langerwehe vereinfachen.
Bisher ist das nur ein großer Wunsch von Eisenbahnern und Politik, aber wer weiß,- vielleicht geht das ja schneller als in 20 Jahren 😊
Wir zeigen euch hier Bilder vom neuen Bahnsteig und der Eröffnung mit Rurtalbahn – Mitarbeitenden, Aufgabenträgervertretern und Leuten von der Baufirma!


