Die Tour de Verkehrswende 2025 (TdV) machte am Donnerstag Halt in Langerwehe und Düren. Die Teilnehmenden der TdV wurden am Dürener Kaiserplatz von Bürgermeister Frank Peter Ullrich (SPD) begrüßt. Anschließend gab es auf dem Kaiserplatz eine kleine Podiumsdiskussion zu verkehrspolitischen Themen. Bürgermeister Frank-Peter Ullrich, Christoph Guth (CDU) und Georg Schmitz (Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz – Bündnis 90/Die Grünen) stellten sich den Fragen des Publikums und der Tour-Teilnehmenden.

Danach fuhr die TdV weiter in Richtung Kerpen-Buir, wo eine eine weitere Diskussion mit NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) stattfand.
Der Adfc Aachen-Düren schriebt dazu in einem Text für die Presse: Bei der Kommunalwahl am 14. September wird das Thema Mobilität eine zentrale Rolle für die Wählerinnen und Wähler spielen. Die Dürener SPD schreibt in ihrem Wahlprogramm wenige Zeilen zum Thema Mobilität: Wir stehen für eine faire Aufteilung des Verkehrsraums. In Düren muss sich jeder Verkehrsteilnehmer sicher fühlen, egal ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit dem Auto. Das ist auch schon alles, und es werden keine konkreten Maßnahmen genannt.
Die CDU hat dem Thema Verkehr eine ganze Seite gewidmet, Zitat: Wir stehen für eine gleichberechtigte Mobilität aller Verkehrsteilnehmer. Egal ob per Bahn, Fahrrad, ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Auto – wir wollen die Erreichbarkeit der Ortschaften und Stadtteile sowie der Innenstadt gleichberechtigt ausgestalten. Und nennt u.a. konkrete Sofortmaßnahmen.
„Bisher hat die CDU jegliche Anstrengungen der Koalition Zukunft zu einer gerechten Aufteilung des Straßenraums blockiert und verhindert. Sie bezeichnet die Fahrradinfrastruktur auf der Aachener und der Veldener Straße als Verkehrsflussverhinderung und will diese nach der Wahl zurück bauen! So steht es im Wahlprogramm“, sagt Jens Veith. Ein weiteres Zitat aus dem CDU Wahlprogramm: Allerdings darf der Radverkehr hier nicht als lebende Barriere für den Autoverkehr dienen.
Diese Aussagen wiederholte auch Chritoph Guth und erntete dafür natürlich Kritik.
Gut finde ich, dass er sich dem Termin überhaupt gestellt hat. Ich habe für die Grünen deutlich gemacht, dass wir uns deutlich schnelle Maßnahmen wünschen, dass diese aber an diversen Widerständen in Düren oft scheitern. Allerdings haben wir auch schon eine ganze Menge angestoßen – mehr als man auf den ersten Blick vielleicht wahrnimmt. Da wollen wir weiterarbeiten und deshalb ist die Kommunalwahl mehr als je zuvor eine deutliche Richtungswahl: Hin zu noch mehr fairer Aufteilung des öffentlichen Raumes – oder hin zu einer Autoförderung der 60er?!
Weitere Informationen gibt es auf der Website von Changing Cities. Aus der Homepage von CC:
Wir sind eine bunte und laute Bewegung für lebenswerte Städte. Wir schaffen Problembewusstsein, fördern Änderungswillen und unterstützen zivilgesellschaftliches Engagement. Unsere kreativen Aktionen inspirieren Menschen dazu, Veränderungen selbst anzustoßen. Wir unterstützen sie darin, sich in vielfältigen Kampagnen und Initiativen einzubringen. Das tun wir auf der Nachbarschaftsebene, im Umfeld von Schulen oder mit Bürgerbegehren. Wir vernetzen lokale Initiativen zu starken, bundesweiten Bewegungen, die gemeinsam noch mehr erreichen. Wir bringen unsere Expertise in den politischen Diskurs ein, um auf landes- und bundespolitischer Ebene die Rahmenbedingungen für die Verkehrswende vor Ort zu schaffen.
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Siehe: https://changing-cities.org/kampagnen/tourdeverkehrswende2025/
Video 1 vom Stop in Düren: https://www.instagram.com/p/DN6KX1UgQQd/
Video 2 aus Düren: https://www.instagram.com/p/DN6Lc0ngUlH/

