Beschluss fordert dreigleisigen Ausbau

Go.Rheinland fordert den Bund auf, die Ausbaumaßnahmen zwischen Aachen und Düren konsequent weiter zu verfolgen.

Heute fand die Zweckverbandsversammlung von Go.Rheinland in Düren statt. Georg Schmitz von den Grünen in der Stadt Düren besuchte den Termin als Gast, weil er als Vorsitzender des regionalen AVV-Beirates das Gremium einmal live erleben wollte.

Erstmals als zusätzlicher Geschäftsführer der Go.Rheinland nahm Herr Hans Peter Geulen teil, der uns als GF des AVV bereits gut bekannt ist. Er war kurz zuvor vom Aufsichtsrat bestellt worden.

Die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung konnten auch den neuen Geschäftsführer Marcel Winter bei seinem Vortrag über die Personalsituation in NRW erleben. Herr Winter begann zum 1.6. und war zuvor bei National Express tätig.

Alle Verkehrsbetriebe arbeiten mit dem Land NRW und weiteren Partnern eng zusammen, um für alle bestellten Züge mittelfristig genug Lokführer zu haben und weisen dabei auch schon Erfolge auf. Aber bis alle nötigen Personale verlässlich und dauerhalt zur Verfügung stehen, auch unter Berücksichtigung bevorstehender Abgänge,  wird noch knapp 2 Jahre dauern. Damit die Fahrgäste bis dahin nicht ständig von plötzlichen Zugausfällen überrascht werden, machen sich landesweit alle Betriebe und Aufgabenträger Gedanken, wie man als Übergangslösung einen „robusten Fahrplan“ anbieten kann. Es ist zu erwarten, dass es vorrübergehend Taktausdünnungen oder ähnliche kleine Maßnahmen geben wird.

Besser als ständige Überraschungen ist ein etwas dünnerer, aber zuverlässiger Fahrplan – so derzeit die Überlegungen.

Aus Dürener Sicht ein wichtiger Punkt ist der gemeinsame Einsatz für das Thema 3.Gleis.

Die Vorlage 69/2024 wurde beschlossen. Darin heißt es:

Die Verbandsversammlung fordert den Bund als Eigentümer der DB InfraGO AG auf, die TEN-T-Strecke Aachen – Köln im Rahmen des Strukturwandels so zu ertüchtigen, dass der steigende Verkehrsbedarf (Güterverkehr ZARA-Häfen, internationale Hochgeschwindigkeitsverkehre, weitere RE-Leistung) gefahren werden kann. Dabei sollen vordringlich die Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des InvKG umgesetzt werden.
Hierzu zählt nach Auffassung der Verbandsversammlung insbesondere ein dreigleisiger Ausbau des Burtscheider Viadukts, der anschließenden Strecke bis zum Eilendorfer Tunnel in Aachen und 
das dritte Gleis Langerwehe – Düren.

Zudem beschließt die Verbandsversammlung, dass sich der Zweckverband go.Rheinland an der Studie der IHK-Initiative Rheinland GbR zur Untersuchung der derzeitigen und zukünftigen Verkehrsnachfrage auf der Schiene beteiligt.

In den Erläuterungen konnte man lesen:

Die aktuellen und zukünftige Verkehrsnachfrage insbesondere des Schienengüterverkehrs wird derzeit in einer Studie der IHK-Initiative Rheinland GbR unter enger Abstimmung und Beteiligung von der go.Rheinland GmbH ermittelt. Eine Prognose mit Zielrichtung 2030 und 2040 wird ebenfalls aufgestellt. Zu berücksichtigen sind dabei u.a. folgende Einflüsse:

 Mengenwachstum der Häfen Antwerpen und Zeebrügge

 Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene im Seehafenhinterlandverkehr

 Veränderung der Transportgüter weg vom Massengut hin zu Transporten z. B. von Wasserstoff

 Verstärkung des Schienengüterverkehrs zum Kanaltunnel in Richtung Großbritannien

Damit wir die Forderung nach einem dritten Gleis aus dem Kreis Düren klar unterstützt und die Notwendigkeit der Maßnahme von Go.Rheinland unterstrichen.

Weitere Themen waren ein erster Blick auf den Nahverkehr im Rheinland während der Europameisterschaft sowie die landesweit einheitliche Baustellenkommunikation.

Um konkrete Probleme im Kreis mit Go.Rheinland auch in einem politischen lokalen Gremium zu besprechen (wie z.B. die Brücke bei Gürzenich), soll die Geschäftsführung in den Mobilitätsausschuss des Kreises Düren eingeladen werden.

Link zu den Vorlagen

Alles zu Go.Rheinland: https://www.gorheinland.com/ (Kundenportal) und  https://wir.gorheinland.com (mehr aus Politik und Verwaltungen ausgelegt). Bild unten: Zu enge neue Brücke an der Bahnstrecke bei Düren.