Verbraucherberatung

Raumsituation Verbraucherberatung:  Stellungnahme der Grünen anlässlich des Zeitungsberichtes im Super Sonntag.

Wir forderten eine Neuorganisation der Räume für Verbraucherberatung, denn es besteht dringend Handlungsbedarf. Nun muss der Bürgermeister schauen, wie er das Problem löst!

Schon seit mehreren Jahren wird im Beirat der Verbraucherberatung die unbefriedigende Raumsituation kritisiert. Verschiedene Möglichkeiten zur Schaffung eines eigenen Eingangs wurden diskutiert, ließen sich aber nicht realisieren. Die beengte Situation lässt eine diskrete Verbraucherberatung in abgetrennten Räumen kaum zu. Durch die Bindung der Öffnungszeiten an die des Bürgerbüros gibt es in Düren nur einen Nachmittag, an dem die Verbraucherberatung geöffnet ist. Damit ist unsere Beratungsstelle Schlusslicht bei der Zugänglichkeit besonders für Berufstätige. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, abendliche Veranstaltungen durchzuführen.

Verena Schloemer, Fraktionssprecherin der Grünen: „Schon im Juli 2013 stellten wir den Antrag, die Verbraucherberatung in die Räume der jetzigen Kinderbetreuung am Bürgerbüro zu erweitern. Durch den Wegzug des spielpädagogischen Dienstes in der Weierstraße können diese Räume ideal für die Kinderbetreuung genutzt werden.“ Diese Entscheidung wurde Ende der letzten Legislaturperiode auf Wunsch der CDU vertagt. Zur Erinnerung: Die CDU hatte keine Ratsmehrheit und musste damals Sorge haben, eine Abstimmung zu verlieren. Man hoffte wohl auf die Zeit nach der Wahl.
Am 30.11.2014 war das Thema Raumkonzept der Verbraucherberatung erneut auf der Tagesordnung des Sozial- Wohnungs- und Inklusionsausschusses, wozu die Leiterin der Verbrauchberatung Frau Dapper eindrucksvoll über die Situation berichtete. Der zuständige Dezernent Herr Sievers erläuterte, dass die Verwaltung die Räume in der Weierstraße seit kurzem für das Ordnungsamt hergerichtet hat. Dies stieß auf vollkommenes Unverständnis bei den Ausschussmitgliedern. Liesel Koschorreck: “Wie kann die Verwaltung in einem schwebenden Antragsverfahren Fakten schaffen, die eine Durchsetzung eines politischen Beschlusses konterkarieren. Bürgermeister Paul Larue musste es doch bewusst sein, dass eine politische Entscheidung, die auch die Nutzung der Räume in der Weierstraße vorsieht, noch ausstand. Die Ampel plus wird nicht zulassen, dass die Verwaltung gegen politische Beschlüsse handelt.“

Im Bericht des Super Sonntag wurde ein Bild des „Schnullercafes“ gedruckt. Dieses Treffen könnte viel besser im großzügigen Forum Holzstraße stattfinden. Es wurde ganz offensichtlich nur an den Markt verlegt, um die Räume mehr zu beleben. Tatsächlich sieht man an anderen Tagen nur selten Kinder in den Räumen. Die von uns vorgeschlagenen Räume in der Weierstraße wären für die Betreuung genauso gut geeignet gewesen – auch wenn die IG City behauptet, da wäre das Angebot weniger erfolgreich gewesen! Beweise gibt es dafür nicht.

Da der Bürgermeister im Sommer wohl ahnte, dass ein politischer Beschluss zum Umzug der Ampel Plus bevorstehen würde, hat er diese Räume nun anderweitig belegt.
Nun muss er auch schauen, wie er das Problem löst, welches er selbst verursacht hat.

Tatsache ist, dass eine externe Unterbringung der Verbraucherzentrale in einem Ladenlokal deutlich teurer wird, als eine Lösung in den städtischen (bzw. ohnehin angemieteten) Räumen. Erwähnt sei auch, dass wir nicht gegen die Arbeit des Ordnungsamt -Außendienstes sind! Wir hätten uns einfach einen faireren Umgang und eine Beteiligung der Ratsmehrheit durch den Bürgermeister bei der Raumbelegung Weierstraße gewünscht.